miro, danke für deine antwort im englischen hauptforum, zu der ich ein paar fragen habe:
zuallererst geht es mir um die entspechenden basic exercises - partnerübungen sollten meines erachtens auf etwas im solo-training erreichtes aufbauen können, zumindest wenn man, so wie ich, keinen regelmässigen zu einer gruppe hat.
in der a+p grundübung absorbiere ich bei der einatmung über die vordere körperseite während ich in die knie gehe. stelle ich mir hier vor, dass die energie ins tantien geht? der körper scheint mir hier leicht nach vorne geneigt/gestülpt. beim ausatmen projeziere ich von der gewölbten rückseite nach hinten oben, wobei die beine fast ganz gestreckt werden und der mingmen nach aussen gedrückt wird, was im wesentlichen durch anspannen von muskeln im bauchbereich passiert. (beim einatmen entspanne ich den bauch wieder)
ich ziehe also den mingmen nicht, sondern ich drücke ihn von innen nach aussen. das scheint im gegensatz zu dem was sifu in der dvd sagt und du im englischen post schreibst.
du erwähnst auch den offensein des mingmen. wie fühlt sich das an? wenn ich die untere kurve in der wirbelsäule verflache, kann ich den boden über die fusssohlen besser spüren. ich denke, man kann da aber mehr spüren, z.b. eine erweiterung im mingmen oder ähnlich. hast du da erfahrungen bzw. tipps? wieviel wölbung im unteren bereich der wirbelsäule ist ok, d.h. mingmen trotzdem offen?
in deinem anderen beitrag schreibst du auch, dass man fühlen kann, wenn man genug absorbiert hat. wie fühlt sich das an? im tan-tien?
mein plan ist, mit der grundlegenden übung gut vertraut zu werden und dann die anderen armbewegungen dazuzunehmen und in einem zukünftigen workshop bei euch das mit partnern weiterzuentwickeln.
zum schluss noch der hinweis, dass jeder von euch, der für mich hilfreiche erfahrungen einbringen kann, sich natürlich auch von diesem thema angesprochen fühlen soll.
edgar



Hi Edgar, Solo Übungen sind in der Tat sehr wichtig. Vielleicht 60-80% der Arbeit wird solo bewältigt, der Rest mit dem Partner. Wenn du keinen Partner hast, mußt du eben solo üben. Bei den Übungen stellt man sich besser nichts vor. Sifu verwendet statt dessen, daß man "fühlt". Eine Visualisierung lenkt eher ab. Man soll Dantien und alle andere Yin Körperpartien fühlen während man absorbiert. Beim Absorbieren fühlt man Zusammenziehen der Yin-Körperteile. Die Yang-Teile folgen, d.h. sie enstspannen sich durch Dehnen. Beim Projizieren fühlt man den Rücken und alle Yang-Körperteile. Yin Seite folgt dem Yang. Man projiziert in der Regel nach vorne zu Händen, nicht nach hinten und nach oben, wie du es beschreibst. Vielleicht meinst du etwas anderes. Passe auf, daß du es mit der Neigung nach vorne nicht übertreibst. Wichtig ist, daß du beim absorbieren das vordere kwa genügend faltest. Das hintere wird auch gefaltet, aber man sieht es nicht so deutlich. Das Öffnen von Mingmen fühlt sich wie das Gegenteil. Probiere mehrere Male zuerst das Schließen (Hohlkreuz) und dann Öffnen. Dann später, immer wenn du merkst, daß du geschlossen bist, komm immer wieder zurück zur entspannten Position des Mingmens. Wölbung am besten keine. Der Orientierungspunkt ist, daß das Perineum auf die Balance beam line zeigt. Dies kannst du mit der Bewegung des Mingmens gut regulieren. Das man genug absorbiert hat, fühlt man nicht im Dantien, sondern im Mingmen. Man absorbiert zum Dantien und projiziert vom Mingmen. Absorbiere erst und dann, bevor du anfängst zu projizieren, fühle, ob du bereits stark genug wärest um jemanden abzustoßen. Wenn nicht, dann hast du noch nicht richtig absorbiert. Wenn es richtig ist, wirst du es mit Sicherheit fühlen. Es ist eben ein Gefühl der Kraft ohne Anstrengung. Das scheint ein Paradox, es ist aber so. Miro
Miro